Bekleidung
Im THW werden verschiedene Bekleidungsarten in der Bekleidungsrichtlinie definiert.
Mit Stand vom November 2013 werden die im Folgenden erläuterten Einteilungen getroffen.
Für die Trageweise der Bekleidung ist die jeweils zuständige Führungskraft verantwortlich.
Einsatzschutzbekleidung
Die Einsatzschutzbekleidung schützt den Träger im Einsatz vor den teilweise nicht vollständig vorhersehbaren Gefahren. Die standardmäßige Einsatzschutzbekleidung ist der Multifunktionale Einsatzschutzanzug (MEA), der in der Grundvariante, oder mit verschiedenen Zusatzausstattungen getragen wird.
Multifunktionaler Einsatzschutzanzug (MEA), vollständig
In der vollständigen Trageweise besteht der MEA aus:
- Jacke, MEA
- Hose, MEA (die Innenhose kann entnommen werden, der Schutz vor Nässe wird dadurch jedoch eingeschränkt)
- Einsatzschuhe
- Funktionssocken
- Funktions-T-Shirt (langarm oder kurzarm)
- Einsatzschutzhandschuhe
- Schutzhelm
- ggf. Base Cap
Je nach Situation kann auf Teile des MEA verzichtet werden, wodurch jedoch die Schutzwirkung eingeschränkt sein kann.
MEA, Variante Verkehrsflächen
Zusätzlich zum vollständigen MEA wird beim Einsatz auf verkehrsflächen zur Verbesserung der Sichtbarkeit des Trägers eine Warnweste getragen.
MEA, Variante Motorkettensägenarbeiten
Während der Benutzung von Motorkettensägen wird der MEA zum Schutz vor Schnitten, Splittern und Lärm um folgende Bestandteile erweitert:
- Einsatzschuhe in Ausführung mit Schnittschutz, außer bei einfachen Arbeiten, wie dem Ablängen von Schnittholz
- Schnittschutzhose
- Forstkombinationsschutzhelm, alernativ Einsatzschutzhelm mit Drahtgittervisier und Gehörschutz
Bei Arbeiten aus Körben außerdem:
- Schnittschutzjacke
- Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
MEA, Variante Pionierwasserhose
Bei Arbeiten im Wasser wird der MEA um eine Pionierwasserhose (Wathose) erweitert. Bei Bedarf, muss hierzu auch die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz getragen werden.
MEA, Variante Atemschutzgeräteträger
Im Atemschutzeinsatz, also an Einsatzstellen an denen Atemgifte auftreten oder Erstickungsgefahr besteht, wird ein Atemschutzgerät getragen.
MEA, Variante Rettungsweste
Bei Arbeiten an und auf dem Wasser wird zum MEA eine Rettungsweste getragen. Diese muss ohnmachtssicher sein.[1]
MEA, Variante Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
Bei Arbeiten in Höhen und Tiefen oder mit Absturzgefahr wird zusätzlich zum MEA die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz verwendet.
Arbeitsschutzbekleidung
Die Arbeitsschutzbekleidung schützt den Träger im THW-Dienst außerhalb des Einsatzes, also vor allem beim technischen Dienst. Sie besteht aus:
- Funktions-T-Shirt (langarm oder kurzarm)
- Hose, Arbeit
- Einsatzschuhe
- Funktionssocken
- ggf. Jacke, Arbeit
- ggf. Handschuhe, Typ nach Bedarf
- ggf. Schutzhelm
Besondere Schutzbekleidung
Besondere Schutzbekleidung wird zum Schutz vor speziellen Gefahren getragen.
Die verfügbaren besonderen Schutzbekleidungen werden im Folgenden aufgeführt.
Schweißschutzanzug
Der Schweißschutzanzug wird bei Arbeiten mit besonderer Wärmeentwicklung und Funkenflug getragen, vor allem bei Schweißarbeiten. Er besteht aus dem MEA, der mit folgenden Bekleidungsteilen ergänzt wird:
- Schweißer-Schutzjacke, Vollleder
- Schweißer-Schutzhose, Vollleder
- Schweißer-Schutzgamaschen, Vollleder
- Handschuhe, Volleder, mit Stulpe
- Schweißschutzbrille
Wetterschutzanzug
Bei Arbeiten an und auf dem Wasser, sowie bei starkem Regen wird der Wetterschutzanzug, da der MEA alleine ggf. keinen ausreichenden Nässeschutz bietet. Der Wetterschutzanzug ergänzt den MEA um:
- Wetterschutzjacke
- Wetterschutzhose
- ggf. Rettungsweste
- ggf. Handschuhe nach Bedarf
Chemikalienschutzanzug, leicht
Bei CBRN-Lagen wird diese Bekleidung zum Schutz vor chemischen, biologischen und radioaktiven Stoffen getragen. Sie besteht neben dem MEA aus:
- Chemikalienschutzanzug (leicht), in der Regel min. Typ 3
- Chemikalienschutzhandschuhe
- Atemschutzgerät
Dienstbekleidung
Die Dienstbekleidung ist repräsentativ und somit für offizielle und öffentliche Anlässe vorgesehen.
Tagesdienstkleidung
Die Tagesdienstkleidung ist für dienstliche Veranstaltungen vorgesehen, bei welchen die Einsatzschutzbekleidung zu informell, die Dienstbekleidung aber zu formell wäre, wie z.B. Dienstbesprechungen, Behördenbesuche, etc. Die Tagesdienstbekleidung wird nivht gestellt, sondern muss privat beschafft werden, wenn gewünscht.
Jugendbekleidung
Die Jugendbekleidung wird durch Junghelfer während der praktischen Tätigkeiten in der Jugendgruppe getragen. Sie besteht aus:
- Blouson, Jugend
- Hose, Jugend
- Funktions-T-Shirt
- Schuhe, Jugend
- Funktionssocken
- Schutzhelm, Jugend
Auslandsbekleidung
Die Auslandsbekleidung ist auf die Nutzung in anderen, vor allem warmen Klimazonen ausgelegt.
Kochbekleidung, Küchenhelferbekleidung
Aus Gründen der Hygiene und der Arbeitssicherheit wird hier gesonderte Bekleidung ausgegeben.
Einzelnachweise
Baustelle
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---Dieser Artikel befindet sich in Überarbeitung. --- Die nachfolgenden Abschnitte stellen einen alten Stand des Artikels dar. (21.10.14, 12:59 Uhr)---
Schutzkleidung
Der Schutzanzug zur Sauerstoff-Kernlanze wird nicht erwähnt.
Bekleidung für repräsentative Zwecke
Geschichte
Kleidung für die Aufgaben des THW (Nach Einführungszeitpunkt sortiert)
| Foto | Modell | Beschreibung |
|---|---|---|
| Helm, umlackierter Zivilschutzhelm. | in den 1950er | |
| Schiffchen (Fischgrätköper) | aus den 60er Jahren | |
| Parka | ab 1968 | |
| Helm | ab 197? | |
| Dienstanzug | ab 197? | |
| Jacke zum Pilotanzug | ab 1973 | |
| Helm (abgebildet mit Gehörschutz und Visir) | 1975 - 2000 | |
| Dienstmütze | ab 1985 | |
| Helm | bis 2000 | |
| Jacke für Auslandseinsätze | 90er Jahre | |
| Pullover | um 1991 | |
| Barett | um 1993 bis 2011 (wurde 2011 aus der Bekleidungsrichtlinie genommen, die Auslieferung wurde schon deutlich früher gestoppt). | |
| Helm, inkl. Ergänzungsausstattung: | ab 2004 | |
| Handschuh | ab 2009 | |
| Tagesdienstkleidung | ab 2011 |