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Ortsverband Münsingen: Unterschied zwischen den Versionen

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* Bitte immer die Kategorien des jeweiligen Landes-/Länderverbandes und des Geschäftsführerbereichs ergänzen
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==Allgemeines==
==Allgemeines==
Der '''{{PAGENAME}}''' ist einer von 93 Ortsverbänden im [[:Kategorie:Landesverband Baden-Württemberg|Landesverband Baden-Württemberg]] und wird von der '''Regionalstelle Tübingen''' unterstützt.<br><br>
Der '''{{PAGENAME}}''' ist einer von 93 Ortsverbänden im [[:Kategorie:Landesverband Baden-Württemberg|Landesverband Baden-Württemberg]] und wird von der '''Regionalstelle Tübingen''' unterstützt.<br><br>
Er besteht zur Zeit aus einem TZ-E und einer ÖGA mit einem Beleuchtungsballon. Zum Zeitpunkt des 60-jährigen Jubiläums leisten 44 Helfer ihren Dienst im Technischen Zug. Weitere 10 Helfer unterstützen im Stab.


==Anschrift==
==Anschrift==
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==Erreichbarkeit==
==Erreichbarkeit==
Tel: +49 (0) 7381 92988-0<br>
Tel: +49 (0) 7381 92988-0<br>
Fax: +49 (0) 7381 92988-18<br><br>
Fax: +49 (0) 7381 92988-18<br>
E-Mail: mailto:OV-Muensingen@thw.de<br>
E-Mail: mailto:OV-Muensingen@thw.de<br><br>


==Struktur==
==Struktur==
<!--Der {{PAGENAME}} besteht zur Zeit aus ca. total vielen [[Helfer]]n.<br><br>-->
Der {{PAGENAME}} besteht zur Zeit aus ca. 50 [[Helfer]]n.<br><br>


Der '''{{PAGENAME}}''' gliedert sich wie folgt:
Der '''{{PAGENAME}}''' gliedert sich wie folgt:
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** [[Fachgruppe Elektroversorgung|Fachgruppe Elektroversorgung]]
** [[Fachgruppe Elektroversorgung|Fachgruppe Elektroversorgung]]
** [[Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung|Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung]]
** [[Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung|Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung]]


==Chronik==
==Chronik==
Der '''{{PAGENAME}}''' wurde am 7.5.1966 gegründet und blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück ...
Anfang 1966: Im damaligen Landratsamt in Münsingen
fand eine Besprechung über den Aufbau des Katastrophenschutzes statt. Dabei wurde der Aufbau des THW in
Münsingen beschlossen und Johannes Fromm erklärte
sich bereit, diesen zu organisieren.
 
04.04.1966: Johannes Fromm trat in die Bundesorganisation THW ein. Zusammen mit Walter Matthes begann
er den Aufbau des THW.
Beide führten mit lokalen Handwerkern Gespräche und
konnten so die ersten freiwilligen Helfer für das THW
in Münsingen gewinnen.
 
07.05.1966: Das THW in Münsingen wird gegründet!
Mit dieser Gründung legten Johannes und Walter den
Grundstein für die über 60-jährige Zukunft eines Ortsverbandes, der in seiner Geschichte weit über die deutschen Grenzen hinaus Hilfe leistete.
Johannes Fromm wurde mit dieser Gründung unser
erster Ortsbeauftragter. Er hatte damit das oberste Amt
des Ortsverbandes inne und war für die Verwaltung
und Führung des Ortsverbandes zuständig.
Walter Matthes wurde unser erster Zugführer und  
baute den Bergungszug in Münsingen auf. Der damalige Bergungszug wurde zur Rettung und Bergung von
Menschen aus Gefahrenlagen eingesetzt. Ein solcher
umfasste zu dieser Zeit 38 Helfer und vier Fahrzeuge,
davon war man in Münsingen jedoch noch weit entfernt.
Zur Gründung gab es für jeden Helfer zwar eine Uniform, aber weder Werkzeug noch Fahrzeuge.
Also brachten die Helfer zu Übungen und Einsätzen
ihr eigenes Werkzeug mit. Die ersten Fahrzeuge die das
THW noch 1966 erhielt, waren zwei Schubkarren. Diese
erleichterten den Materialtransport damals enorm.
Untergebracht war der Ortsverband damals bei der
Freiwilligen Feuerwehr. Hier hatten die Kameraden
extra einen kleinen Raum für die Helfer des THW freigeräumt.
So begann die Geschichte des THW neben seiner wichtigsten Partnerorganisation – der Feuerwehr.
 
Ende 1966: Der Ortsverband umfasst 18 Helfer. Da der
Ortsverband wuchs, überlegteder damalige Bürgermeister ein gemeinsames Rettungszentrum von Feuerwehr, DRK und THW zu errichten. Diese Planung scheiterte leider.
 
1971: Während dieser Zeit ist der Ortsverband auf über
40 Helfer im aktiven Dienst gewachsen. In dieser Zeit
konnte Ausrüstung und sogar Fahrzeuge von anderen
Standorten übernommen werden. So wurden beispielsweise Fahrzeuge aus Ulm übernommen.
Aufgrund des Wachstums des Ortsverbandes wurde
der Platz in der Feuerwehr für beide Organisationen zu
eng. Die ehemalige Zimmerei Walker im Gruorner Weg
wurde daraufhin zur ersten richtigen »Wache« des THW
Münsingen. In Eigenregie wurde sie aus- und umgebaut
um die Bedürfnisse des THW zu decken.
Damit war zwar alles nach den Vorstellungen einer
»Wache« umgebaut worden, allerdings mussten die
Helfer auf verschiedene Dinge verzichten. So gab es beispielsweise keine sanitären Einrichtungen.
 
1974: Es gab große Änderungen: Der Luftschutzhilfsdienst wurde aufgelöst. Durch diese Auflösung konnte
der Ortsverband vier weitere, ältere Fahrzeuge übernehmen. Dazu gehörten ein VW-Kombi als Mannschaftstransportwagen, zwei Hanomag-Mannschaftskraftwagen mit begehbarem Kofferaufbau sowie ein
Gerätekraftwagen mit Kofferaufbau und Rollläden.
Da der Platz in der »Wache Zimmerei« nicht ausreichte,
wurden die Fahrzeuge im ganzen Stadtgebiet verteilt
und in verschiedenen Schuppen oder Garagen untergebracht.
Dies konnte jedoch keine Dauerlösung sein, weshalb
erneut nach einer anderen Unterkunft gesucht wurde.
Bei dieser Suche unterstützte dieses Mal der Bund, sodass
konnte das ehemalige Kriegsgefangenenlager im Vorlager
in Auingen übernommen werden konnte. Dieses musste
jedoch erst in Eigenregie für den Bau vorbereitet werden.
Hierfür waren die damaligen Helfer viele Stunden lang
beschäftigt.
 
Im Jahr 1974 gab es zudem den ersten großen Einsatz:
Das THW Münsingen rückte zum Hochwasser nach Gundershofen und Böhringen aus. Die Helfer waren hier über mehrere Tage hinweg im Dauereinsatz.
 
1977: Baubeginn für die neue Unterkunft im Langenwaag.
 
01.07.1979: Einweihung der neuen Unterkunft im Langenwaag. Das THW Münsingen hat damit eine neue
Bleibe, die den damaligen Bedarf deckt. Unsere Helfer hatten nun ausreichend Stellplätze, Umkleiden und
Platz zum Üben.
Im selben Jahr ging es nach Seeburg zu einem längeren
Einsatz nach einem Felssturz.
 
1991: Das THW feiert sein 25-jähriges Jübiläum. Zu diesem Zeitpunkt sind 42 Helfer im aktiven Dienst, die von
10 Althelfern unterstützt werden.
Passend zum Jubiläum werden die bekannten blauen
Klamotten im THW eingeführt.
 
November 1991: Im Auftrag der französischen Garnison sprengt das THW Münsingen mit seinen Sprengmeistern einen 25 Meter hohen Kamin.
 
1994 Umbruch: Der Kalte Krieg ist vorbei und das THW bereitet sich auf den Frieden vor. Dadurch werden Mittel und Zuwendungen gekürzt und Ortsverbände aufgelöst.
Das THW in Münsingen wehrt sich jedoch gegen seine Auflösung und bleibt bestehen.
Gleichzeitig stellt das THW sein Einheitensystem um.
Die Bergungszüge wurden abgeschafft und durch technische Züge ersetzt. Die große Änderung: Jeder Ortsverband unterhält neben einer Führungskomponente und zwei Bergungsgruppen eine Fachgruppe. Das sind
in sich spezialisierte Gruppen, die sich genau auf einen Einsatzbereich spezialisiert haben.
In Münsingen wird die Fachgruppe Elektroversorgung disloziert. Zu diesem Zweck wurde eine Netzersatzanlage mit einer Leistung von 175 kVA beschafft, die im
Ernstfall Einrichtungen mit Strom versorgen kann.
 
April 1996: Die Helfervereinigung in Münsingen wird
gründet.
 
Juli 1997: Führungswechsel im Ortsverband: Fromm/
Matthes übergeben die Verantwortung an Zarnikau/
Manz.
 
September 1997: Gründung der THW-Jugend
 
2000: Beschaffung des ersten Beleuchtungsballons in
Baden-Württemberg nebst Transporthänger durch
Spenden und Eigenmittel.
 
September 2003: Das THW leuchtet das Nachtgelöbnis und den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr in
Münsingen aus.
 
2004: Das THW Münsingen ist Austragungsort des
Bundesjugendlagers der THW-Jugend. Es ist das bisher
größte, was auch der Unterstützung der Bundeswehr zu
verdanken ist.
Tausende Jugendliche schlugen im alten Lager ihre Zelte
auf und machten eine Woche lang die Münsinger Alb
unsicher.
 
2005: Erweiterungsbau des Ortsverbandes Münsingen.
Es wurde eine weitere Fahrzeughalle sowie ein Jugend- und Schulungsraum gebaut. Die bestehende Unterkunft
wurde komplett saniert.
 
Juli 2006: Großer Brückenschlag in Breisach über den
Rhein. Gemeinsam mit unseren französischen Partnern
wurde eine Pontonbrücke über den Rhein gebaut. Das
THW Münsingen unterstützte mit Licht und Strom.
 
Mai 2009: Beim Nato-Gipfel unterstützt das THW mit
der Elektroversorgungsgruppe und Manpower den
Betrieb des Bereitstellungsraumes.
 
2014: Eine Gruppe von Helfern nimmt an einer internationalen Katastrophenschutzübung mit den Schweizer
Kollegen in St. Gallen teil.
 
2015: Unsere Bergungsgruppe war zur Unterstützung
des Landesverbandes Bayern im Fliegerhorst der Bundeswehr in Erding im Einsatz, um ein Wartezentrum
für Flüchtlinge aufzubauen und einzurichten.
 
2019: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den
Volksbund in Frankreich.
 
2020: Der THW-Ortsverband geht in den Corona-Shutdown. Für uns hieß das: erst einmal keine Übungen.
Einsätze wurden im Rahmen des Machbaren abgearbeitet. Nach den ersten Möglichkeiten, wieder Übungen
durchzuführen, machten wir uns an die damalige Klopapierchallenge.
 
2022: Nach den vorangegangenen Katastrophen und
Einsätzen hat der Bundestag ein Erneuerungsprogramm für das THW auf den Weg gebracht.
Von Ende 2021 bis Mitte 2022 konnten wir unseren
Fuhrpark nahezu vollständig erneuern und unsere
bis zu 37 Jahre alten Fahrzeuge in den wohlverdienten
Ruhestand verabschieden.
Damit wird der Ortsverband nicht nur moderner, sondern auch schlagkräftiger.
 
Juli 2023: Führungswechsel im Ortsverband. Zarnikau/
Manz übergeben an Krüger/Fenigli.
 
Juli 2024: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den
Volksbund in Italien in der nähe von Rom.
 
07.05.2026: Das THW in Münsingen wird 60 Jahre alt.
Zum Zeitpunkt dieser Ausgabe umfasst der Ortsverband einen technischen Zug mit 44 Helfern, davon drei
Frauen. Außerdem gibt es einen Stab mit neun Angehörigen und eine Jugendgruppe mit 20 Junghelfern.
 


==Einsätze==
==Einsätze==
<!--Nennenswerte Einsaetze in der Vergangenheit...-->
<!--Nennenswerte Einsaetze in der Vergangenheit...-->
1978: Einsatz! Das THW Münsingen fährt nach dem
Erdbeben in Albstadt zur Unterstützung der dortigen
THW-Ortsverbände an und hilft vor Ort bei Bergungs- und Aufräumarbeiten.
1990: Orkan »Wiebke« wütet über Süddeutschland. Das
THW Münsingen ist wochenlang bei der Beseitigung
von Sturmschäden im Landkreis Reutlingen gefragt.
Dezember 1990 – Januar 1991: Hilfsgütertransport nach
Rovno/Russland (heute Ukraine): Das THW Münsingen tranpsortiert Pakete im Rahmen der Russlandhilfe
Pakete in die Ukraine
Dezember 1993: Hochwasser in Calw
Dezember 1999: Sturm »Lothar« wütet über Deutschland. Er bringt das THW in der Region sowie 14 Tage in
Frankreich mit seiner Elektrogruppe in den Einsatz.
Juli 2002: Kurz nach der Beschaffung
des Beleuchtungsballons ging dieser
direkt in den Einsatz.
Das THW Münsingen unterstützte in
Überlingen nach einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge in der Luft und
deren Bergung. Es wurden drei Tage
lang Einsatzstellen ausgeleuchtet und die Kameraden
vor Ort unterstützt.
2002: Münsinger Helfer machen sich auf den Weg nach
Grimma an der Mulde und nach Boitzenburg/Schwarzenbeck an der Elbe um dort die Not der Menschen zu
lindern. Über drei Wochen lang sorgten die Helfer aus
Münsingen mit dem großen Beleuchtungsballon für
Licht, bauten Dämme oder halfen bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe.
September 2006: In der
Seeburger Steige waren
Helfer des THW Münsingen aktiv, um die Ladung
eines umgefallenen LKWs
und anschließend den
LKW selbst zu bergen.
November 2006: Am Horber Bahnhof kam es zu einem
Stromausfall. Unsere Fachgruppe Elektroversorgung
speiste den Bahnhof daraufhin zwei Tage lang ein und
stellte so den Bahnbetrieb sicher.
Juni 2007: Das THW war nach den Sturmschäden in
Hechingen 24 Stunden im Einsatz.
Februar 2009: Wir unterstützen bei einem Großbrand
in Mengen durch die Ausleuchtung der Einsatzstelle für
zwei Tage.
2012: Unsere Helferinnen und Helfer waren bei Hochwasserlagen in ganz Deutschland im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Gruppe für über eine
Woche in Magdeburg zum Sandsackbau und zur Sicherung von Eigentum im Einsatz war.
2014: Evakuierung vom Schachen. Ein Pfadfinderzeltlager mit über 4.000 Kindern wurde evakuiert und im
Münsinger Gymnasium untergebracht und betreut.
2018: Moorbrand in Meppen. Zwei Helfer unterstützen
beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen.
Sommer 2021: Der vermutlich längste Einsatz für die
Münsinger THW-Helfer im 21. Jahrhundert war das
Ahrtal. In Summe waren wir mit durchschnittlich
jeweils einer Gruppe (neun Personen) drei Wochen lang
im Einsatz. Neben der Suche nach Vermissten und dem
Beräumen eines Campingplatzes haben wir auch andere
Unterstützungsaufgaben übernommen. Beinahe alle
Helferinnen und Helfer haben hier Dienst geleistet, um
die Lage im Ahrtal ein wenig besser zu machen.
2023: Die Münsinger unterstützen bei Hilfskonvois für
die Ukraine. Insgesamt vier Mal waren Münsinger Helfer auf Tour an die ukrainisch-polnische Grenze, um
dort dringend benötigte Hilfsgüter zu übergeben.
Jede Tour dauerte ca. vier Tage und unsere Helfer legten
dafür insgesamt fast 10.000 km zurück.
Juni 2024: Nach dem Sturmtief »Orinoco« waren unsere
Helfer tagelang im ganzen Bundesland bei verschiedenen Einsätzen gefragt.
08.06.2026: Die Fachgruppe E des THW Münsingen
macht sich nach dem Brand in einem Umspannwerk
auf den Weg nach Reutlingen, um dort gemeinsam mit
anderen BOS-Einheiten die Stromversorgung an verschiedenen Stellen der Stadt Reutlingen wieder herzustellen.
Insgesamt waren die Helfer aus Münsingen über drei
Tage und Nächte im Einsatz


==Weblinks==
==Weblinks==
*[http://www.thw.bund.de Offizielle Homepage]
* [https://www.thw.de/DE/Startseite/startseite_node.html Offizielle Homepage der THW-Leitung]
*Hompage des {{PAGENAME}}: http://www.thw-muensingen.de
 
* [https://www.thw.de/DE/THW/Organisation/Bundesanstalt/Landesverbaende/BW/bw_node.html Offizielle Homepage des THW-Landesverbandes Baden-Württemberg]
* [http://www.thw-muensingen.de Offizielle Homepage des {{PAGENAME}}]
 


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[[Kategorie:Landesverband Baden-Württemberg|Münsingen]]
[[Kategorie:Landesverband Baden-Württemberg|Münsingen]]
[[Kategorie:Regionalbereich Tübingen|Münsingen]]
[[Kategorie:Regionalbereich Tübingen|Münsingen]]
[[Kategorie:Ortsverband|Münsingen]]
[[Kategorie:Ortsverband|Münsingen]]

Aktuelle Version vom 18. August 2026, 16:37 Uhr

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Allgemeines[Bearbeiten]

Der Ortsverband Münsingen ist einer von 93 Ortsverbänden im Landesverband Baden-Württemberg und wird von der Regionalstelle Tübingen unterstützt.

Er besteht zur Zeit aus einem TZ-E und einer ÖGA mit einem Beleuchtungsballon. Zum Zeitpunkt des 60-jährigen Jubiläums leisten 44 Helfer ihren Dienst im Technischen Zug. Weitere 10 Helfer unterstützen im Stab.

Anschrift[Bearbeiten]

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Ortsverband Münsingen
Langenwaag 3-5
72525 Münsingen
Baden-Württemberg
Deutschland

Erreichbarkeit[Bearbeiten]

Tel: +49 (0) 7381 92988-0
Fax: +49 (0) 7381 92988-18
E-Mail: mailto:OV-Muensingen@thw.de

Struktur[Bearbeiten]

Der Ortsverband Münsingen besteht zur Zeit aus ca. 50 Helfern.

Der Ortsverband Münsingen gliedert sich wie folgt:


Chronik[Bearbeiten]

Anfang 1966: Im damaligen Landratsamt in Münsingen fand eine Besprechung über den Aufbau des Katastrophenschutzes statt. Dabei wurde der Aufbau des THW in Münsingen beschlossen und Johannes Fromm erklärte sich bereit, diesen zu organisieren.

04.04.1966: Johannes Fromm trat in die Bundesorganisation THW ein. Zusammen mit Walter Matthes begann er den Aufbau des THW. Beide führten mit lokalen Handwerkern Gespräche und konnten so die ersten freiwilligen Helfer für das THW in Münsingen gewinnen.

07.05.1966: Das THW in Münsingen wird gegründet! Mit dieser Gründung legten Johannes und Walter den Grundstein für die über 60-jährige Zukunft eines Ortsverbandes, der in seiner Geschichte weit über die deutschen Grenzen hinaus Hilfe leistete. Johannes Fromm wurde mit dieser Gründung unser erster Ortsbeauftragter. Er hatte damit das oberste Amt des Ortsverbandes inne und war für die Verwaltung und Führung des Ortsverbandes zuständig. Walter Matthes wurde unser erster Zugführer und baute den Bergungszug in Münsingen auf. Der damalige Bergungszug wurde zur Rettung und Bergung von Menschen aus Gefahrenlagen eingesetzt. Ein solcher umfasste zu dieser Zeit 38 Helfer und vier Fahrzeuge, davon war man in Münsingen jedoch noch weit entfernt. Zur Gründung gab es für jeden Helfer zwar eine Uniform, aber weder Werkzeug noch Fahrzeuge. Also brachten die Helfer zu Übungen und Einsätzen ihr eigenes Werkzeug mit. Die ersten Fahrzeuge die das THW noch 1966 erhielt, waren zwei Schubkarren. Diese erleichterten den Materialtransport damals enorm. Untergebracht war der Ortsverband damals bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hier hatten die Kameraden extra einen kleinen Raum für die Helfer des THW freigeräumt. So begann die Geschichte des THW neben seiner wichtigsten Partnerorganisation – der Feuerwehr.

Ende 1966: Der Ortsverband umfasst 18 Helfer. Da der Ortsverband wuchs, überlegteder damalige Bürgermeister ein gemeinsames Rettungszentrum von Feuerwehr, DRK und THW zu errichten. Diese Planung scheiterte leider.

1971: Während dieser Zeit ist der Ortsverband auf über 40 Helfer im aktiven Dienst gewachsen. In dieser Zeit konnte Ausrüstung und sogar Fahrzeuge von anderen Standorten übernommen werden. So wurden beispielsweise Fahrzeuge aus Ulm übernommen. Aufgrund des Wachstums des Ortsverbandes wurde der Platz in der Feuerwehr für beide Organisationen zu eng. Die ehemalige Zimmerei Walker im Gruorner Weg wurde daraufhin zur ersten richtigen »Wache« des THW Münsingen. In Eigenregie wurde sie aus- und umgebaut um die Bedürfnisse des THW zu decken. Damit war zwar alles nach den Vorstellungen einer »Wache« umgebaut worden, allerdings mussten die Helfer auf verschiedene Dinge verzichten. So gab es beispielsweise keine sanitären Einrichtungen.

1974: Es gab große Änderungen: Der Luftschutzhilfsdienst wurde aufgelöst. Durch diese Auflösung konnte der Ortsverband vier weitere, ältere Fahrzeuge übernehmen. Dazu gehörten ein VW-Kombi als Mannschaftstransportwagen, zwei Hanomag-Mannschaftskraftwagen mit begehbarem Kofferaufbau sowie ein Gerätekraftwagen mit Kofferaufbau und Rollläden. Da der Platz in der »Wache Zimmerei« nicht ausreichte, wurden die Fahrzeuge im ganzen Stadtgebiet verteilt und in verschiedenen Schuppen oder Garagen untergebracht. Dies konnte jedoch keine Dauerlösung sein, weshalb erneut nach einer anderen Unterkunft gesucht wurde. Bei dieser Suche unterstützte dieses Mal der Bund, sodass konnte das ehemalige Kriegsgefangenenlager im Vorlager in Auingen übernommen werden konnte. Dieses musste jedoch erst in Eigenregie für den Bau vorbereitet werden. Hierfür waren die damaligen Helfer viele Stunden lang beschäftigt.

Im Jahr 1974 gab es zudem den ersten großen Einsatz: Das THW Münsingen rückte zum Hochwasser nach Gundershofen und Böhringen aus. Die Helfer waren hier über mehrere Tage hinweg im Dauereinsatz.

1977: Baubeginn für die neue Unterkunft im Langenwaag.

01.07.1979: Einweihung der neuen Unterkunft im Langenwaag. Das THW Münsingen hat damit eine neue Bleibe, die den damaligen Bedarf deckt. Unsere Helfer hatten nun ausreichend Stellplätze, Umkleiden und Platz zum Üben. Im selben Jahr ging es nach Seeburg zu einem längeren Einsatz nach einem Felssturz.

1991: Das THW feiert sein 25-jähriges Jübiläum. Zu diesem Zeitpunkt sind 42 Helfer im aktiven Dienst, die von 10 Althelfern unterstützt werden. Passend zum Jubiläum werden die bekannten blauen Klamotten im THW eingeführt.

November 1991: Im Auftrag der französischen Garnison sprengt das THW Münsingen mit seinen Sprengmeistern einen 25 Meter hohen Kamin.

1994 Umbruch: Der Kalte Krieg ist vorbei und das THW bereitet sich auf den Frieden vor. Dadurch werden Mittel und Zuwendungen gekürzt und Ortsverbände aufgelöst. Das THW in Münsingen wehrt sich jedoch gegen seine Auflösung und bleibt bestehen. Gleichzeitig stellt das THW sein Einheitensystem um. Die Bergungszüge wurden abgeschafft und durch technische Züge ersetzt. Die große Änderung: Jeder Ortsverband unterhält neben einer Führungskomponente und zwei Bergungsgruppen eine Fachgruppe. Das sind in sich spezialisierte Gruppen, die sich genau auf einen Einsatzbereich spezialisiert haben. In Münsingen wird die Fachgruppe Elektroversorgung disloziert. Zu diesem Zweck wurde eine Netzersatzanlage mit einer Leistung von 175 kVA beschafft, die im Ernstfall Einrichtungen mit Strom versorgen kann.

April 1996: Die Helfervereinigung in Münsingen wird gründet.

Juli 1997: Führungswechsel im Ortsverband: Fromm/ Matthes übergeben die Verantwortung an Zarnikau/ Manz.

September 1997: Gründung der THW-Jugend

2000: Beschaffung des ersten Beleuchtungsballons in Baden-Württemberg nebst Transporthänger durch Spenden und Eigenmittel.

September 2003: Das THW leuchtet das Nachtgelöbnis und den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr in Münsingen aus.

2004: Das THW Münsingen ist Austragungsort des Bundesjugendlagers der THW-Jugend. Es ist das bisher größte, was auch der Unterstützung der Bundeswehr zu verdanken ist. Tausende Jugendliche schlugen im alten Lager ihre Zelte auf und machten eine Woche lang die Münsinger Alb unsicher.

2005: Erweiterungsbau des Ortsverbandes Münsingen. Es wurde eine weitere Fahrzeughalle sowie ein Jugend- und Schulungsraum gebaut. Die bestehende Unterkunft wurde komplett saniert.

Juli 2006: Großer Brückenschlag in Breisach über den Rhein. Gemeinsam mit unseren französischen Partnern wurde eine Pontonbrücke über den Rhein gebaut. Das THW Münsingen unterstützte mit Licht und Strom.

Mai 2009: Beim Nato-Gipfel unterstützt das THW mit der Elektroversorgungsgruppe und Manpower den Betrieb des Bereitstellungsraumes.

2014: Eine Gruppe von Helfern nimmt an einer internationalen Katastrophenschutzübung mit den Schweizer Kollegen in St. Gallen teil.

2015: Unsere Bergungsgruppe war zur Unterstützung des Landesverbandes Bayern im Fliegerhorst der Bundeswehr in Erding im Einsatz, um ein Wartezentrum für Flüchtlinge aufzubauen und einzurichten.

2019: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den Volksbund in Frankreich.

2020: Der THW-Ortsverband geht in den Corona-Shutdown. Für uns hieß das: erst einmal keine Übungen. Einsätze wurden im Rahmen des Machbaren abgearbeitet. Nach den ersten Möglichkeiten, wieder Übungen durchzuführen, machten wir uns an die damalige Klopapierchallenge.

2022: Nach den vorangegangenen Katastrophen und Einsätzen hat der Bundestag ein Erneuerungsprogramm für das THW auf den Weg gebracht. Von Ende 2021 bis Mitte 2022 konnten wir unseren Fuhrpark nahezu vollständig erneuern und unsere bis zu 37 Jahre alten Fahrzeuge in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Damit wird der Ortsverband nicht nur moderner, sondern auch schlagkräftiger.

Juli 2023: Führungswechsel im Ortsverband. Zarnikau/ Manz übergeben an Krüger/Fenigli.

Juli 2024: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den Volksbund in Italien in der nähe von Rom.

07.05.2026: Das THW in Münsingen wird 60 Jahre alt. Zum Zeitpunkt dieser Ausgabe umfasst der Ortsverband einen technischen Zug mit 44 Helfern, davon drei Frauen. Außerdem gibt es einen Stab mit neun Angehörigen und eine Jugendgruppe mit 20 Junghelfern.


Einsätze[Bearbeiten]

1978: Einsatz! Das THW Münsingen fährt nach dem Erdbeben in Albstadt zur Unterstützung der dortigen THW-Ortsverbände an und hilft vor Ort bei Bergungs- und Aufräumarbeiten.

1990: Orkan »Wiebke« wütet über Süddeutschland. Das THW Münsingen ist wochenlang bei der Beseitigung von Sturmschäden im Landkreis Reutlingen gefragt.

Dezember 1990 – Januar 1991: Hilfsgütertransport nach Rovno/Russland (heute Ukraine): Das THW Münsingen tranpsortiert Pakete im Rahmen der Russlandhilfe Pakete in die Ukraine

Dezember 1993: Hochwasser in Calw

Dezember 1999: Sturm »Lothar« wütet über Deutschland. Er bringt das THW in der Region sowie 14 Tage in Frankreich mit seiner Elektrogruppe in den Einsatz.

Juli 2002: Kurz nach der Beschaffung des Beleuchtungsballons ging dieser direkt in den Einsatz. Das THW Münsingen unterstützte in Überlingen nach einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge in der Luft und deren Bergung. Es wurden drei Tage lang Einsatzstellen ausgeleuchtet und die Kameraden vor Ort unterstützt.

2002: Münsinger Helfer machen sich auf den Weg nach Grimma an der Mulde und nach Boitzenburg/Schwarzenbeck an der Elbe um dort die Not der Menschen zu lindern. Über drei Wochen lang sorgten die Helfer aus Münsingen mit dem großen Beleuchtungsballon für Licht, bauten Dämme oder halfen bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe.

September 2006: In der Seeburger Steige waren Helfer des THW Münsingen aktiv, um die Ladung eines umgefallenen LKWs und anschließend den LKW selbst zu bergen.

November 2006: Am Horber Bahnhof kam es zu einem Stromausfall. Unsere Fachgruppe Elektroversorgung speiste den Bahnhof daraufhin zwei Tage lang ein und stellte so den Bahnbetrieb sicher.

Juni 2007: Das THW war nach den Sturmschäden in Hechingen 24 Stunden im Einsatz.

Februar 2009: Wir unterstützen bei einem Großbrand in Mengen durch die Ausleuchtung der Einsatzstelle für zwei Tage.

2012: Unsere Helferinnen und Helfer waren bei Hochwasserlagen in ganz Deutschland im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Gruppe für über eine Woche in Magdeburg zum Sandsackbau und zur Sicherung von Eigentum im Einsatz war.

2014: Evakuierung vom Schachen. Ein Pfadfinderzeltlager mit über 4.000 Kindern wurde evakuiert und im Münsinger Gymnasium untergebracht und betreut.

2018: Moorbrand in Meppen. Zwei Helfer unterstützen beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen.

Sommer 2021: Der vermutlich längste Einsatz für die Münsinger THW-Helfer im 21. Jahrhundert war das Ahrtal. In Summe waren wir mit durchschnittlich jeweils einer Gruppe (neun Personen) drei Wochen lang im Einsatz. Neben der Suche nach Vermissten und dem Beräumen eines Campingplatzes haben wir auch andere Unterstützungsaufgaben übernommen. Beinahe alle Helferinnen und Helfer haben hier Dienst geleistet, um die Lage im Ahrtal ein wenig besser zu machen.

2023: Die Münsinger unterstützen bei Hilfskonvois für die Ukraine. Insgesamt vier Mal waren Münsinger Helfer auf Tour an die ukrainisch-polnische Grenze, um dort dringend benötigte Hilfsgüter zu übergeben. Jede Tour dauerte ca. vier Tage und unsere Helfer legten dafür insgesamt fast 10.000 km zurück.

Juni 2024: Nach dem Sturmtief »Orinoco« waren unsere Helfer tagelang im ganzen Bundesland bei verschiedenen Einsätzen gefragt.

08.06.2026: Die Fachgruppe E des THW Münsingen macht sich nach dem Brand in einem Umspannwerk auf den Weg nach Reutlingen, um dort gemeinsam mit anderen BOS-Einheiten die Stromversorgung an verschiedenen Stellen der Stadt Reutlingen wieder herzustellen. Insgesamt waren die Helfer aus Münsingen über drei Tage und Nächte im Einsatz


Weblinks[Bearbeiten]


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