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Ortsverband Münsingen: Unterschied zwischen den Versionen

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==Chronik==
==Chronik==
Der '''{{PAGENAME}}''' wurde am 7.5.1966 gegründet und blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück ...
Anfang 1966: Im damaligen Landratsamt in Münsingen
fand eine Besprechung über den Aufbau des Katastrophenschutzes statt. Dabei wurde der Aufbau des THW in
Münsingen beschlossen und Johannes Fromm erklärte
sich bereit, diesen zu organisieren.
 
04.04.1966: Johannes Fromm trat in die Bundesorganisation THW ein. Zusammen mit Walter Matthes begann
er den Aufbau des THW.  
Beide führten mit lokalen Handwerkern Gespräche und
konnten so die ersten freiwilligen Helfer für das THW
in Münsingen gewinnen.
 
07.05.1966: Das THW in Münsingen wird gegründet!
Mit dieser Gründung legten Johannes und Walter den
Grundstein für die über 60-jährige Zukunft eines Ortsverbandes, der in seiner Geschichte weit über die deutschen Grenzen hinaus Hilfe leistete.
Johannes Fromm wurde mit dieser Gründung unser
erster Ortsbeauftragter. Er hatte damit das oberste Amt
des Ortsverbandes inne und war für die Verwaltung
und Führung des Ortsverbandes zuständig.
Walter Matthes wurde unser erster Zugführer und  
baute den Bergungszug in Münsingen auf. Der damalige Bergungszug wurde zur Rettung und Bergung von
Menschen aus Gefahrenlagen eingesetzt. Ein solcher
umfasste zu dieser Zeit 38 Helfer und vier Fahrzeuge,
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davon war man in Münsingen jedoch noch weit entfernt.
Zur Gründung gab es für jeden Helfer zwar eine Uniform, aber weder Werkzeug noch Fahrzeuge.
Also brachten die Helfer zu Übungen und Einsätzen
ihr eigenes Werkzeug mit. Die ersten Fahrzeuge die das
THW noch 1966 erhielt, waren zwei Schubkarren. Diese
erleichterten den Materialtransport damals enorm.
Untergebracht war der Ortsverband damals bei der
Freiwilligen Feuerwehr. Hier hatten die Kameraden
extra einen kleinen Raum für die Helfer des THW freigeräumt.
So begann die Geschichte des THW neben seiner wichtigsten Partnerorganisation – der Feuerwehr.
 
Ende 1966: Der Ortsverband umfasst 18 Helfer. Da der
Ortsverband wuchs, überlegteder damalige Bürgermeister ein gemeinsames Rettungszentrum von Feuerwehr, DRK und THW zu errichten. Diese Planung scheiterte leider.
 
1971: Während dieser Zeit ist der Ortsverband auf über
40 Helfer im aktiven Dienst gewachsen. In dieser Zeit
konnte Ausrüstung und sogar Fahrzeuge von anderen
Standorten übernommen werden. So wurden beispielsweise Fahrzeuge aus Ulm übernommen.
Aufgrund des Wachstums des Ortsverbandes wurde
der Platz in der Feuerwehr für beide Organisationen zu
eng. Die ehemalige Zimmerei Walker im Gruorner Weg
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wurde daraufhin zur ersten richtigen »Wache« des THW
Münsingen. In Eigenregie wurde sie aus- und umgebaut
um die Bedürfnisse des THW zu decken.
Damit war zwar alles nach den Vorstellungen einer
»Wache« umgebaut worden, allerdings mussten die
Helfer auf verschiedene Dinge verzichten. So gab es beispielsweise keine sanitären Einrichtungen.
 
1974: Es gab große Änderungen: Der Luftschutzhilfsdienst wurde aufgelöst. Durch diese Auflösung konnte
der Ortsverband vier weitere, ältere Fahrzeuge übernehmen. Dazu gehörten ein VW-Kombi als Mannschaftstransportwagen, zwei Hanomag-Mannschaftskraftwagen mit begehbarem Kofferaufbau sowie ein
Gerätekraftwagen mit Kofferaufbau und Rollläden.
Da der Platz in der »Wache Zimmerei« nicht ausreichte,
wurden die Fahrzeuge im ganzen Stadtgebiet verteilt
und in verschiedenen Schuppen oder Garagen untergebracht.
Dies konnte jedoch keine Dauerlösung sein, weshalb
erneut nach einer anderen Unterkunft gesucht wurde.
Bei dieser Suche unterstützte dieses Mal der Bund, sodass
konnte das ehemalige Kriegsgefangenenlager im Vorlager
in Auingen übernommen werden konnte. Dieses musste
jedoch erst in Eigenregie für den Bau vorbereitet werden.
Hierfür waren die damaligen Helfer viele Stunden lang
beschäftigt.
 
Im Jahr 1974 gab es zudem den ersten großen Einsatz:
Das THW Münsingen rückte zum Hochwasser nach
 
Gundershofen und Böhringen aus. Die Helfer waren
hier über mehrere Tage hinweg im Dauereinsatz.
 
1977: Baubeginn für die neue Unterkunft im Langenwaag.
 
1978: Einsatz! Das THW Münsingen fährt nach dem
Erdbeben in Albstadt zur Unterstützung der dortigen
THW-Ortsverbände an und hilft vor Ort bei Bergungs- und Aufräumarbeiten.
 
01.07.1979: Einweihung der neuen Unterkunft im Langenwaag. Das THW Münsingen hat damit eine neue
Bleibe, die den damaligen Bedarf deckt. Unsere Helfer hatten nun ausreichend Stellplätze, Umkleiden und
Platz zum Üben.
Im selben Jahr ging es nach Seeburg zu einem längeren
Einsatz nach einem Felssturz.
 
1990: Orkan »Wiebke« wütet über Süddeutschland. Das
THW Münsingen ist wochenlang bei der Beseitigung
von Sturmschäden im Landkreis Reutlingen gefragt.
 
Dezember 1990 – Januar 1991: Hilfsgütertransport nach
Rovno/Russland (heute Ukraine): Das THW Münsingen tranpsortiert Pakete im Rahmen der Russlandhilfe
Pakete in die Ukraine
 
1991: Das THW feiert sein 25-jähriges Jübiläum. Zu diesem Zeitpunkt sind 42 Helfer im aktiven Dienst, die von
10 Althelfern unterstützt werden.
Passend zum Jubiläum werden die bekannten blauen
Klamotten im THW eingeführt.
 
November 1991: Im Auftrag der französischen Garnison sprengt das THW Münsingen mit seinen Sprengmeistern einen 25 Meter hohen Kamin.
 
Dezember 1993: Hochwasser in Calw
 
1994 Umbruch: Der Kalte Krieg ist vorbei und das THW
bereitet sich auf den Frieden vor. Dadurch werden Mittel
und Zuwendungen gekürzt und Ortsverbände aufgelöst.
Das THW in Münsingen wehrt sich jedoch gegen seine
Auflösung und bleibt bestehen.
Gleichzeitig stellt das THW sein Einheitensystem um.
Die Bergungszüge wurden abgeschafft und durch technische Züge ersetzt. Die große Änderung: Jeder Ortsverband unterhält neben einer Führungskomponente
und zwei Bergungsgruppen eine Fachgruppe. Das sind
in sich spezialisierte Gruppen, die sich genau auf einen
Einsatzbereich spezialisiert haben.
In Münsingen wird die Fachgruppe Elektroversorgung
disloziert. Zu diesem Zweck wurde eine Netzersatzanlage mit einer Leistung von 175 kVA beschafft, die im
Ernstfall Einrichtungen mit Strom versorgen kann.
 
April 1996: Die Helfervereinigung in Münsingen wird
gründet.
 
Juli 1997: Führungswechsel im Ortsverband: Fromm/
Matthes übergeben die Verantwortung an Zarnikau/
Manz.
 
September 1997: Gründung der THW-Jugend
 
Dezember 1999: Sturm »Lothar« wütet über Deutschland. Er bringt das THW in der Region sowie 14 Tage in
Frankreich mit seiner Elektrogruppe in den Einsatz.
 
2000: Beschaffung des ersten Beleuchtungsballons in
Baden-Württemberg nebst Transporthänger durch
Spenden und Eigenmittel.
 
Juli 2002: Kurz nach der Beschaffung
des Beleuchtungsballons ging dieser
direkt in den Einsatz.
Das THW Münsingen unterstützte in
Überlingen nach einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge in der Luft und
deren Bergung. Es wurden drei Tage
lang Einsatzstellen ausgeleuchtet und die Kameraden
vor Ort unterstützt.
 
2002: Münsinger Helfer machen sich auf den Weg nach
Grimma an der Mulde und nach Boitzenburg/Schwarzenbeck an der Elbe um dort die Not der Menschen zu
lindern. Über drei Wochen lang sorgten die Helfer aus
Münsingen mit dem großen Beleuchtungsballon für
Licht, bauten Dämme oder halfen bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe.
 
September 2003: Das THW leuchtet das Nachtgelöbnis und den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr in
Münsingen aus.
 
2004: Das THW Münsingen ist Austragungsort des
Bundesjugendlagers der THW-Jugend. Es ist das bisher
größte, was auch der Unterstützung der Bundeswehr zu
verdanken ist.
Tausende Jugendliche schlugen im alten Lager ihre Zelte
auf und machten eine Woche lang die Münsinger Alb
unsicher.
 
2005: Erweiterungsbau des Ortsverbandes Münsingen.
Es wurde eine weitere Fahrzeughalle sowie ein Jugend- und Schulungsraum gebaut. Die bestehende Unterkunft
wurde komplett saniert.
 
Juli 2006: Großer Brückenschlag in Breisach über den
Rhein. Gemeinsam mit unseren französischen Partnern
wurde eine Pontonbrücke über den Rhein gebaut. Das
THW Münsingen unterstützte mit Licht und Strom.
 
September 2006: In der
Seeburger Steige waren
Helfer des THW Münsingen aktiv, um die Ladung
eines umgefallenen LKWs
und anschließend den
LKW selbst zu bergen.
 
November 2006: Am Horber Bahnhof kam es zu einem
Stromausfall. Unsere Fachgruppe Elektroversorgung
speiste den Bahnhof daraufhin zwei Tage lang ein und
stellte so den Bahnbetrieb sicher.
 
Juni 2007: Das THW war nach den Sturmschäden in
Hechingen 24 Stunden im Einsatz.
 
Februar 2009: Wir unterstützen bei einem Großbrand
in Mengen durch die Ausleuchtung der Einsatzstelle für
zwei Tage.
 
Mai 2009: Beim Nato-Gipfel unterstützt das THW mit
der Elektroversorgungsgruppe und Manpower den
Betrieb des Bereitstellungsraumes.
 
2012: Unsere Helferinnen und Helfer waren bei Hochwasserlagen in ganz Deutschland im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Gruppe für über eine
Woche in Magdeburg zum Sandsackbau und zur Sicherung von Eigentum im Einsatz war.
2014: Eine Gruppe von Helfern nimmt an einer internationalen Katastrophenschutzübung mit den Schweizer
Kollegen in St. Gallen teil.
 
2014: Evakuierung vom Schachen. Ein Pfadfinderzeltlager mit über 4.000 Kindern wurde evakuiert und im
Münsinger Gymnasium untergebracht und betreut.
 
2015: Unsere Bergungsgruppe war zur Unterstützung
des Landesverbandes Bayern im Fliegerhorst der Bundeswehr in Erding im Einsatz, um ein Wartezentrum
für Flüchtlinge aufzubauen und einzurichten.
 
2018: Moorbrand in Meppen. Zwei Helfer unterstützen
beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen.
 
2019: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den
Volksbund in Frankreich.
 
2020: Der THW-Ortsverband geht in den Corona-Shutdown. Für uns hieß das: erst einmal keine Übungen.
Einsätze wurden im Rahmen des Machbaren abgearbeitet. Nach den ersten Möglichkeiten, wieder Übungen
durchzuführen, machten wir uns an die damalige Klopapierchallenge.
 
Sommer 2021: Der vermutlich längste Einsatz für die
Münsinger THW-Helfer im 21. Jahrhundert war das
Ahrtal. In Summe waren wir mit durchschnittlich
jeweils einer Gruppe (neun Personen) drei Wochen lang
im Einsatz. Neben der Suche nach Vermissten und dem
Beräumen eines Campingplatzes haben wir auch andere
Unterstützungsaufgaben übernommen. Beinahe alle
Helferinnen und Helfer haben hier Dienst geleistet, um
die Lage im Ahrtal ein wenig besser zu machen.
 
2022: Nach den vorangegangenen Katastrophen und
Einsätzen hat der Bundestag ein Erneuerungsprogramm für das THW auf den Weg gebracht.
Von Ende 2021 bis Mitte 2022 konnten wir unseren
Fuhrpark nahezu vollständig erneuern und unsere
bis zu 37 Jahre alten Fahrzeuge in den wohlverdienten
Ruhestand verabschieden.
Damit wird der Ortsverband nicht nur moderner, sondern auch schlagkräftiger.
 
Juli 2023: Führungswechsel im Ortsverband. Zarnikau/
Manz übergeben an Krüger/Fenigli.
 
2023: Die Münsinger unterstützen bei Hilfskonvois für
die Ukraine. Insgesamt vier Mal waren Münsinger Helfer auf Tour an die ukrainisch-polnische Grenze, um
dort dringend benötigte Hilfsgüter zu übergeben.
Jede Tour dauerte ca. vier Tage und unsere Helfer legten
dafür insgesamt fast 10.000 km zurück.
 
Juni 2024: Nach dem Sturmtief »Orinoco« waren unsere
Helfer tagelang im ganzen Bundesland bei verschiedenen Einsätzen gefragt.
 
Juli 2024: Kriegsgräberpflege über zwei Wochen für den
Volksbund in Italien in der nähe von Rom.
 
07.05.2026: Das THW in Münsingen wird 60 Jahre alt.
Zum Zeitpunkt dieser Ausgabe umfasst der Ortsverband einen technischen Zug mit 44 Helfern, davon drei
Frauen. Außerdem gibt es einen Stab mit neun Angehörigen und eine Jugendgruppe mit 20 Junghelfern.
 
08.06.2026: Die Fachgruppe E des THW Münsingen
macht sich nach dem Brand in einem Umspannwerk
auf den Weg nach Reutlingen, um dort gemeinsam mit
anderen BOS-Einheiten die Stromversorgung an verschiedenen Stellen der Stadt Reutlingen wieder herzustellen.
Insgesamt waren die Helfer aus Münsingen über drei
Tage und Nächte im Einsatz


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