Du möchtest helfen ?
gewusst wie !
Es handelt sich beim THWiki (u.a. zu erreichen unter http://www.thwiki.org) um keine offizielle Seite der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Das THWiki wird ausschließlich von privaten Personen betrieben und erhält auch keine Unterstützung durch die BA THW.

Massenanfall von Verletzten: Unterschied zwischen den Versionen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
Als '''Massenanfall von Verletzten''' werden Szenarien bezeichnet, bei denen der reguläre Rettungsdienst schnell an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Dies ist in der Regel der Fall, wenn mehr als fünf Verletzte zu versorgen sind.
Als '''Massenanfall von Verletzten''' werden Szenarien bezeichnet, bei denen der reguläre Rettungsdienst schnell an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Dies ist in der Regel der Fall, wenn mehr als fünf Verletzte zu versorgen sind.


Kritisch ist in solchen Fällen die strukturietre Abarbeitung der Schadenslage. Bei einem Massenanfall an Verletzten steht die Sichtung und Sortierung von Patienten unter Mittel- und Zeitknappheit ([[Triage]]) im Vordergrund.
Dann ist keine gleichwertige Versorgung aller Verletzten mehr möglich. Um die eingesetzten Ressourcen optimal einsetzen zu können ist eine Triage erforderlich. Diese Sichtung und Einteilung der Patienten in unterschiedliche Behandlungsprioriäten stellt sicher das die vorhandenen Mittel optimal genutzt werden.  


Die Sichtung wird in der Regel von einem Arzt vorgenommen. Da aber Ärzte in der Erstphase eines Einsatzes gibt es Konzepte bei denen die erste Sichtung bereits von Rettungsassistenten vorgenommen wird.


Beispiel '''SOGRO MANV 500:'''
Am 9. Oktober 2010 fand die größte Rettungsübung seit vielen Jahren im Rhein-Main-Gebiet statt. Der Name der Übung steht für die "Sofortrettung bei Großschadenslagen mit einem Massenanfall von 500 verletzten Personen". 
Im Übungsszenario sollten die Einsatzkräfte eine Kollision zweier Flugzeuge mit über 500 Passagieren auf der Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens bewältigen. Im Wesentlichen kam es auf das Ineinandergreifen von medizinischer Versorgung, Transport der Schwerverletzten und Unterbringung in Krankenhäusern an. Darüber hinaus wurde auch die Einbindung der Sicherheitsbehörden, wie z.B. der Krimalpolizei, geprobt.
Etwa 1500 Einsatzkräfte waren mit rund 450 Fahrzeugen vor Ort. Durch den Einsatz innovativer Digitalgeräte sollte eine Zeitersparnis von der ersten Phase bis zum Beginn des Transports der Patienten in Krankenhäuser erreicht werden. Diese elektronischen Systeme ermöglichten es, die erforderlichen Patientendaten in Echtzeit zur Verfügung zu stellen und verbesserten so die Triage wesentlich.


[[Kategorie:Rettung]]
[[Kategorie:Rettung]]
42

Bearbeitungen

Navigationsmenü